Archive for September, 2009

Welche Musik möchtest du gerade hören?

So, wie wir in Deutschland eine CD aus dem Regal nehmen, wenn wir eine bestimmte Musik hören möchten, sucht man hier einfach nach dem passenden Radiosender. So gibt es einen Radiosender Radio inglés, ritmo romántico, radio cumbia,… aber auch Radiosender, die alles spielen. Aber, wenn man die Radiosender hört, die speziell eine Musikrichtung spielen, lernt man gleichzeitig die lateinamerikanischen Musikrichtungen; und man lernt, diese auseinander zu halten.

Kein Kommentar »

La fiesta de la primavera

Seit dem 23. September ist bei uns offiziel Frühlingsanfang, wo von ich allerdings noch nicht viel gemerkt habe, denn irgendwie ist es kälter als vorher.

Aber trotzdem musste natürlich der Frühlingsanfang gefeiert werden. So kam es, dass ich gestern morgen im Pronei eine Tasche mit Süßigkeiten nach der anderen in Empfang genommen  und auf einen Tisch gestellt habe. Als die Kinder in ihren Salones waren, habe ich Martin dabei geholfen, die gebastelten Blumen im Hof zu verteilen. Danach bin ich wieder in meinen Salon gegangen. Und während die Kinder am Anfang des Morgens noch was gelent haben, saß ich auf einem Kinderstuhl und habe die Süßigkeiten in Tüten verteilt. Anschließend ging es nach draußen, dort wurde getanzt und die restlichen Süßigkeiten an die Kinder verteilt. Dafür hatten die Kinder ebenfalls Tüten. Erst war es so, dass jedes Kind, das tanzte, etwas Süßes bekommen hatte. Irgendwann wurden dann nur noch Süßigkeiten verteilt an die Kinder die saßen. Aber alles in allem eine sehr interessante Erfahrung, denn wer von uns hat schon den Frühlingsanfang gefeiert? Das Mittagessen ist dadurch dann auch ausgefallen, denn die Kinder, die Senoritas, Martin und ich hatten so viele Süßigkeiten gegessen, das wir nichts anderes mehr essen mussten. Und die Kinder hatten ja notfalls noch die Tüte mit Süßigkeiten, die ich morgens gepackt hatte, und  die sie beim Abscheid von mir bekommen haben. Ich habe jetzt auf jeden Fall schon wieder ein paar mehr Süßigkeiten probiert, aber es warten noch gaaaaaanz viele darauf, probiert zu werden ;) .

Kein Kommentar »

Sinchi Roca

Ein Eingang des Parkes Sinchi Roca

Ein Eingang des Parkes Sinchi Roca

Heute morgen hieß es früh aufstehen (um 7.00 Uhr) und dann ab zu einem Ausflug mit einigen Kindern des Kindergartens und deren Eltern. Da Martin seit gestern auch wieder im Kindergarten vormittags ist, sind wir zusammen heute morgen in die Küche gegangen, um was zu essen und unsere Brötchen für den Ausflug fertig zu machen. Und was sehen wir da? Eine Frau steht in der Küche und kocht. Und für wen kocht sie? Für uns, damit wir auf unseren Ausflug auch was zu essen haben. Es gab Reis, Pommes, Mais und gebratene Bananen und für Martin noch Pollo (Hühnchen). Dann ging es ab zu unseren Treffpunkt, und wir sahen die vielen Kinder, insgesamt mussten wir mit zwei Bussen und einen Combi fahren. Bevor wir eingestiegen sind, habe ich erstmal zwei Kinder und deren Rucksäcke bekommen, da ihre Eltern nicht mitgefahren sind. Dazu bekam ich den Satz: “Estas son tus hijas para hoy” (für heute sind das deine Töchter) und  pass auf sie auf.

SDC16387Im Park Sinchi Roca angekommen, ging es erstmal in den Zoo, um Tiere anzugucken. Es gab Monos (Affen), Tortugas SDC16376(Schildkröten), verschiedene Vögel und noch vieeele andere Tiere.

Nach einem kurzen Abstecher auf dem Spielplatz ging es dann auf einen großen Rasenplatz, um zu essen (es war erst 11.20 Uhr). Wir packten unser kleines Lunchpacket aus,  und obwohl wir nicht wirklich Hunger hatten, fingen wir an zu essen. Dann gab es ein paar gemeinsame Spiele der Eltern mit den Kindern und dann wurde der Rest des Tages Volleyball gespielt, aber nein, nicht die Kinder, sondern die Mütter. Und die hatten ihren Spaß.

Zwischendurch hatten Martin und ich immer mal wieder Kinder um uns herum, aber auch mal ein bisschen Zeit, um einfach mal ein bisschen zu reden, aber immer auf der Suche, wo sind unsere Kinder. Denn Martin hatte auch ein Kind bekommen, auf das er aufpassen sollte. (Am Ende des Ausfluges hatte ich meine zwei Kinder und wo was Martins Kind? Zum Glück bei der Erzieherin…)SDC16396

Um drei Uhr sollten wir eigentlich wieder in Las Laderas sein. Doch um halb vier waren wir immer noch da, und dann haben wir erstmal nachgefragt, wann wir denn fahren werden. Und da hieß es aufeinmal, die Busse kommen so gegen halb fünf mas o menos. Und natürlich kamen sie erst um zwanzig vor fünf. Und dann konnte der Bus, in dem ich saß, nicht fahren, da ungefähr 15 Leute fehlten. So waren wir erst gegen halb sechs wieder zu Hause.

Martin ging sofort seine Sachen packen, da er heute Abend ein Tischtennis-Tunier in Lima hat. Und nach kurzer Beschäftigung mit den Kindern, den Kindern das Essen geben und selber Essen, sitze ich jetzt hier in meinem Zimmer und betrachte die Fotos.

Sinchi Roca, ein Park, in dem man viel Sport machen kann, sich ausruhen kann, Tiere sehen kann,und der einfach perfekt für Familien mit Kindern ist.SDC16407

(3) Kommentare »

Peruanische Fiesta und erstes Ziel erreicht

Am letzten Wochenende hieß es endlich ab zu unserer ersten peruanischen Fiesta. Gemeinsam mit welchen aus Laderas de Chillón und zwei weiteren Freiwilligen, die das Wochenende bei uns waren sind wir dann Samstag Abend in irgendeinen Stadtteil von Peru gefahren. Dort fand nämlich eine Fiesta eines Dorfes aus der Selva statt. Ja klar, wieso feiert man eine fiesta in Lima von einem Dorf der Selva? Hier in Peru ist es so, dass jedes Dorf einen Patronen hat und diesem Patronen zu ehren, gibt es jedes Jahr und in jedem Dorf eine Feier um die 15 Tage. Da nun einige Menschen nach Lima gekomme sind, feiern diese Menschen, die aus einem Dorf kommen, das gleiche Fest, aber nur zwei Tage. Aber jetzt fragt ihr euch sichelrich wie wir ausgerechnet zu dieser Fiesta gekommen sind. Roswitha die mit uns immer arbeitet, wohnte bis vor ca. 6 Monaten noch in diesem Dorf und ein Teil ihrer Familie lebt auch in Lima. Und bei dieser Familie waren wir, da sie das Fest für die ganzen Bewohner des Dorfes die jetzt in Lima leben ausgerichtet haben. So lernten wir schnell ganz viele Primas (Cousins) kennen.

Aber jetzt zu dem wichtigen Teil, wie sieht so eine Fiesta aus? Zu erst einmal gab es Live-Musik, die ganze Zeit Cumbia eine sehr typische Musik für Peru und super zum tanzen. Nachdem wir ein bisschen der Musik zugehört haben, das ganze Fest fand auf der Straße statt, sind wir in ein Haus gegangen. Dort gab es erstmal was zu essen (am Samstag nur noch ein Gericht, Freitag soll es wohl sieben verschiedene Gerichte gegeben haben), Hühnchen mit Reis und Bohnen, sher lecker. Nachdem wir dann aufgegessen haben ging es dann nach draußen zum tanzen. Wir haben dann auch ziemlich lange getanzt, so gegen zwölf gab es dann auch ein Feuerwerk. Aber nicht sowas wie in Deutschland. Es gab Turm aus Draht an dem Feuerwerkskörper befestigt waren und die sich gedreht haben. Da drunter und drum herum wurde im Kreis getanzt, ziemlich gefährlich aber sehr lustig. Bevor es wieder nach Hause ging, gab es noch ein Paket mit Kecksen und einer Banane für den Weg nach Hause oder für den nächsten Morgen. Alles in allem eine super schöne Feier in einem Stadtteil von Lima an einem Berghang, das einizige was doof gelaufen ist, dass wir alle unsere Kamera vergessen haben.

Nach mehr oder weniger Schlaf wollten wir den zwei anderen Freiwilligen am Sonntag noch ein bisschen Laderas zeigen. Gemeinsam sind wir die “S” hoch gegangen, wo die neuen “Häuser” stehen. Oben angekommen fragten uns die Leute wo wir hin wollten, wir sagten, ein bisschen gucken. Sofort hatten wir einen Jungen dabei, der zusammen mit uns einen Berg erklommen ist, den Martin und ich uns als ersten Ziel in Laderas vorgenommen hatten. Dort oben angekommen sahen wir erstmal was für einen hohen Berg wir gerade hoch geklettert waren. Doch dann sahen wir den Ausblick der uns dort geboten wurde: wir konnten das Meer und Schiffe sehen und Landeinwärts sahen wir Lima, eine atemberaubende Aussicht. Oben haben wir uns erstmal hingesetzt uns ausgeruht, die Sonne und vorallem die Stille genossen. Schnell war für Martin und mir klar, hier müssen wir unbedingt wieder hinkommen um zu lesen uns auszuruhen und vorallem um Fotos zu machen, denn wie konnte es anders sein an diesem Wochenende, die Kamera hatten wir nicht dabei. Aber Fotos werden folgen, es war nicht das letzte mal, dass wir Wandern und oben auf dem Berg waren.

Kommentare (1) »

Wasserpark und Geburtstagsfeier

Jetzt ist schon wieder Freitag und ich habe noch nichts von meinem letzten Wochenende berichtet.

Gemeinsam mit Martins Vater und Schwester sowie Norma, sind wir am Freitag Abend nach Lima in einen Wasserpark gefahren. Die Taxifahrt dorthin war erst mal ein Abenteuer, wer Achterbahnen liebt, sollte mal eine Taxifahrt in Lima am Freitag Abend machen. Unser Taxifahrer meinte auch, wenn man sich beeilt braucht man 20 minuten, wenn man normal fährt 40 Minuten. Dementsprechend schnell und mit einigen Angstmomenten waren wir am Park angekommen.

Martin und Ich im Wasserpark

Martin und Ich im Wasserpark

Aber keine Sorge, erst gibt auch Taxifahrer, die normal fahren ;) .

Der Park besteht aus gaaanz vielen Springbrunnen. Das muss man sich mal vorstellen, wir befinden uns in einer riesigen Wuestenstadt und mitten in deieser Wuestenstadt befindet sich ein Park mit ganz vielen und riesengrossen SPringbrunnen. Am Park angekommen sind wir erstmal zu einer Show gegangen. Diese Show bestand uas einer Lichtshow und aus einer Art Wassershow, war eingentlich ziemlich atemberaubend, mit der Musik und den Fotos die zwischendurch immer wieder in das Wasser, also das Wasser war wie ne Leinwand, hineinprojekziert wurden. Anschliessend haben wir uns  noch die anderen Springbrunnen angesehen und sind dabei ziemlich nass geworden, bzw. vorallem ist Norma dabei nass geworden. Denn durch einige Springbrunnen kann man durchlaufen, bzw. ist teilweise dann da Wasser weg, man kann in die Mitte laufen und ploetzlich kommt das Wasser dann wieder. Wir wollen den Park nochmal im Sommer besuchen, denn dann wird es wohl nicht so schlimm sein, wenn wir wieder so nass werden. Und notfalls nehmen wir uns dann Wechselkleidung mit, den Umkleiden gibt es im Park ;) .

Ein Springbrunnen durch den man durchlaufen

Ein Springbrunnen durch den man durchlaufen kann

Das restliche Wochenende habe ich dann mit einigen anderen Freiwilligen in Jesus Maria verbracht. Wir waren unter anderem am Plaza Mayor bzw. Plaza de Armas und haben uns das Zentrum von Lima angeguckt. Immer mal wieder sind wir ueber kleine Peruanische Maerkte gegangen und habne uns die Sachen angeguckt und hier gibt es sooo viele tolle Sachen.

Am Mittwoch Abend wurde der Geburtstag des Comedor, der Volksküche von der wir auch jeden Mittag das Essen

Die "kleinen" Kochtöpfe des Comedors

Die "kleinen" Kochtöpfe des Comedors

bekommen, gefeirt. Die Geburtstagsfeier fand bei uns im Cas Hogar statt. Es gab gaaanz viel zu Essen in so riesigen Kochtöpfen, in denen auch jeden Tag gekocht wird.

Nachdem also eine Rede gehalten wurde, wurde gegessen. Anschließend wurde viel getanzt und gelacht. Sogar Martin hat ein wenig getanzt ;) . (Aber das wird Samstag noch ausgebaut, dann geht es naemlich nach Lima zu einer Fiesta). Auf einmal ging das Licht aus und die Kerze der Geburtstagstorte (die Kerze war übrigends ein

Die Geburtstagstorte des Comedors

Die Geburtstagstorte des Comedors

Fragezeichen, weil nicht ganz klar ist, wie alt der Comedor jetzt wirklich geworden ist, irgendwas um die zwanzig) wurde angezündetet und es wurde ein Geburtstagslied angestimmt. Und dann wurde wieder weitergetanzt, bis dann alle plötzlich unser Casa Hogar verlassen haben und Martin und ich müde die Tür abgeschlossen und ins Bett gefallen sind.

Kein Kommentar »

Das Wetter und andere Naturphänomene

Eine Sache habe ich ganz vergessen zu erwähnen und zwar das Wetter, das ganz anders ist als ich es vorher immer gehört habe. Bei uns sieht man die Sonne und Nachts auch die Sterne und natürlich gibt es auch Regen, zwar nicht Regen, wie wir in kennen, sondern eher so ein paar Tröpfchen, aber immerhin.

Und letzte Woche soll es wohl in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ein kleines Erdbeben gegeben haben, aber es war nichts schlimmer und ich habe es sowieso einfcah überschlafen. Habe mich nur gwundert, dass wir am nächsten Tag im Kindergarten darüber geredet haben, wie mans ich verhalten soll, wenn es ein Erdbeben gibt und Mittags wurde mir dann erzählt, dass es nachts ein Erdbeben gab. Aber unser Haus ist sicher und hier kann nichts passieren ;)

Kein Kommentar »

Mein neuer Tagesablauf bzw. Arbeitstag hier in Peru

Sitze gerade auf meinem Bett, genieße meine Mittagspause, esse einen typischen peruanischen Kecks, lese meine Mails und mir fällt auf, wie lange ich nichts mehr geschrieben habe. Schon über eine Woche und dabei ging die Woche sooo schnell vorbei.

Letzte Woche habe ich angefangen zu arbeiten. Ihr fragt euch jetzt sicherlich, was macht die denn den ganzen Tag in Las Laderas, Lima, Peru? Momentan sieht mein Arbeitstag wie folgt aus, ich stehe so gegen halb acht oder eher acht auf und gehe dann so gegen halb neun zum Frühstücken. Nach einem gemütlichen Frühstück gucke ich auf die Uhr und sehe mit schrecken, es ist kurz vor neun. Schnell frühstücke ich zu Ende, trinke meinen Tee schnell aus, stelle alles in das

Martin beim täglich Abwasch

Martin beim täglichen Abwasch

Waschbecken, in der Hoffnung Martin spült für mich mit ab und renne dann schnell ums Haus um dort in die Pronei zu gehen. Die Pronei ist en Kindergarten. In der Pronei angekommen spielen alle Kinder und ich gehe rum und gucke, was die Kinder so machen. Oftmals helfe ich der Senorita Sachen vorzubereiten. Zur Zeit bin ich mit bei den 5-jährigen, hier sind die Gruppen nämlich altersgemäß getrennt. Montags heißt es dann irgendwann Formation und alle müssen sich draußen auf dem Hof aufstellen. Das heißt der ganze Kindergarten versammelt sich und steht da Reihe in Reihe. Dann werden Lieder gesungen (es werden jeden Morgen Lieder gesungen, aber Montags halt alle zusammen). Ah da habe ich noch was vergessen, da das ein katholischer Kindergarten ist, wird natürlich auch gebetet und das kommt natürlich als erstes ;) . So nachdem ein paar Kindergartenlieder gesungen werden, wird noch die Nationalhymne gesungen. Das müsst ihr euch ungefähr so vorstellen, da stehen so ungefähr 60 Kinder, haben ihre rechte Hand (manchmal auch ausversehen die linke Hand) auf der linke Seite (beziehungsweise auf die rechte Seite).

Da war meine Mittagspause wohl zu kurz um alles zu beschreiben, mittlerweile ist es nämlich 21.42 Uhr. Aber gut, ich beschreibe dann mal weiter meinen Tag.

Gemeinsam wird dann die Nationalhymne gesungen und anschließend gehen sie wieder einigermaßen geordnet. heute war unser Thema Animales (Tiere). Während ich 10 Mariposas (Schmetterlinge), tres pulpos (Tintenfisch) y un elefante malen durfte, hat la Senorita mit den Kindern besprochen was sie alles über Tiere wissen, was sie wissen möchte, wie sie was über Tiere lernen können und was sie dazu benötigen. Anschließend mussten die ninos alle animales malen, die sie kennen. Dann geht es immer ab zum Händewaschen und anschließend holen alle ihre kleine Mahlzeit raus (es ist dann meistens so 11.00 Uhr) und dann gibt es ein kleines Lied. Das ist sozusagen die Einstimmung für das Gebet, dass vor dem “Lunch” Pflicht ist. Nach dem gemeinsamen Gebet, wird dann fleißig gegessen, wobei la Senorita und ich nicht vergessen werden, und so lerne ich jeden Tag neue Keckse, Gebäcke oder ähnliches kennen. Und von der Senorita gibt es immer noch etwas Obst für mich. Dann gab es endlich die Tier-Masken. Zu erst mussten die Kinder die Tiere ausschneiden und dann wurde gemalt. Aber wenn ihr jetzt gleubt, dass das hier mit Pinsel geschieht liegt ihr leider falsch, schließlich hat man ja Hände. (Den Kleber benutzt man übrigends auch mit den Finder). Das Anmalen der Tiere mit der Farbe verlief auch einigermaßen problemlos, aber dann ging es wieder zum Händewaschen. Ganz zum Leidwesen meiner pantalón (Hose) y mis zapateros (Schuhe). Denn so wie man Kinder kennt, mussten sie wieder rumsauen und die Farbe von den Händen auf alle Kleiderstücke der anderen verteilen. Und leider war es heute meine Aufgabe aufzupassen, dass die Kinder eben keine Sauerei veranstallten. Aber 22 Kinder sind schneller, als ich sehen kann. Als dann alle wenigstens saubere Sachen hatten, ging es rein zum Essen (so gegen 12.00 Uhr). Das Essen kommt jeden Mittag aus dem Comedor und erts gibt es ein Hauptgericht, Reis oder Nudel, danach einen Nachtisch und für zu Hause una fruta (Frucht). Aber natürlich wird vor dem Essen wieder gebetet. Und dann werden erst die Löffel verteilt, die befinden sich nämlich immer in der Pronei und jedes Kind hat dort sein eigenes. Einige Kinder sind sehr schnell beim Essen, einige brauchen aber auch ziemlich lange, so dass einige schon so gegen halb eins nach Hause gehen und andere erst um 13.00 Uhr. Das scheint jetzt alles ziemlich ähnlich zu sein, mit einem Kindergarten in Deutschland, aber das ist es überhaupt nicht, zumindestens gluabe ich es, da ich nicht wirklich weiß, was 5-jährige in Deutschalnd alles im Kindergarten machen. Also hier lernen die Kinder normalerweise jeden Tag etwas, wie palabras con pa oder eine neue Zahl. Das nimmt dann immer den ersten Teil des Tages ein und im zweiten Teil wird dann gemalt oder gespielt. Aber natrülich gibt es auch fast immer Tareas (Hausaufgaben) und ich glaube, dass es in Deutschland im Kindergarten keine Hausaufgaben gibt..

Dann geht es für mich wieder nach Hause und es heißt Mittagspause. Normalerweise wartet Martin dann schon immer hungrig hier im Haus und gemeinsam essen wir. Martin hat nämlich nach einem Tag Pronei aufgegeben und bietet jetzt Vormittags ebenfalls eine Hausaufgabenbetreuung an, da einige Kinder vormittags und die Älteren Nachmittags zur Schule gehen.  Aber heute war er mit seiner Schwester und seinem Vater unterwegs. So sah meine Mittagspause etwas anders aus. Ich kam nach Hause und sah, dass wir wieder zwei neue Kinder im Haus hatten. So bin ich zu dem Mädchen gegangen und wollte fragen, wie sie heißt. Da ich das Wochenende nicht im Haus war, kamen auf einmal die ganzen anderen Kinder angerannt und haben mich umarmt. Dementsprechend habe ich auch erst später gegessen, aber es war einfach soooo süß. Und so musste ich heute alleine Essen. So dann wieder zurück zum normalen Tagesabluaf: Dann geht es ab ins Zimmer, wenn man sich nicht noch ein bisschen um die Kinder hier im Haus kümmert (gerade befinden sich hier 8 Kinder, aber mrogen noch zwei mehr).

Die Mittagspause ist meistens immer schneller vorbei, als man denkt. Dann geht es wieder runter und man öffnet die Tür, für die Kinder, die zur Hausaufgabenbetreuung kommen. Dann heißt es zwei Stunden lang, neben Kindern zu sitzen, selber zu verzweifeln, weil die Kinder die einfachsten Mathesachen nicht können, oder man verzweifelt, weil man selber die Aufgabe nicht versteht. Anschließend, erstellt man Matheaufgaben individuell auf das Kind gerichtet (ich mache das zumindestens so), bis es halb fünf ist. Um halb fünf, dürfen nämlich alle Kinder, die fertig sind mit ihren Hausaufgaben, nach draueßn und gemeinsam spielen wir etwas. Die andern Kinder sitzen dann noch drinnen und werden weiter kontrolliert, dass sie ihre Hausaufgaben machen. Wir betreuen die Kinder nämlich zu viert und da es sooo viele Kinder sind, werden sie nach dem Alter getrennt. Wer nicht spielen möchte oder relativ schnell fertig ist mit den Aufgaben, bekommt ein Bild zum Ausmalen, so sitze ich oftmals in einem Raum, betreue die Kinder und male nebenbei Bilder zum Ausmalen. Beziehungsweise sitze neben den kindern am Computer (sie dürfen nämlich nicht alleine am Computer, wenn sie was für die Schule machen müssen) und male dort. Wenn es dann fünf Uhr ist, gehen die Kinder nach und nach nach Hause.

Und übrig bleiben die Kinder aus unserem Haus. Entweder beschäftigt sich man dann mit den Kindern, man geht was einkaufen oder wäscht seine Kleidung per Hand auf dem Dach des Hauses, wie ich heute. Dreimal die Woche heißt es dann um halb sieben für mich für eine bis ein einhalb Stunden ab zur Aerobic. Und das ist sowas von anstrengend ;)

Als ich vorhin nach dem Sport nach Hause gekommen bin, waren die Kinder schon in ihrem Zimmer und so dachte ich mir als ich unter der kalten Dusche stand (mittlerweile ist es so gar ganz angenehm kalt zu duschen), dass ich mir einen schönen Manzanilla-Tee (Kamille) kochen, mir Cornflakes nehem und mich ins Zimmer setze, ein bisschen schreibe und auf Martin warte. Aber mein Plan hat nich funktioniert. Als ich fertig geduscht war und runtergangen bin, saß ein Junge, der länger Schule hatte (es war mittlerweile 20.20 Uhr), in der Küche und hat gegessen und für mich wurde extra noch gekocht. Und so gab es für mich heute Abend Reis, Papas Fritas und ein Zuchini Omlett, suuuuuper lecker. Und da die Kinder schon alle im Zimmer und irgendwann auch ruhig waren, saß ich über eine Stunde mit Estelita in der Küche und wir haben geredet, sie hat mir viel von ihren Kindern und ihrem Leben erzählt, und es war ziemlich rührend, wenn man mitbekommt, was die Frauen hier schon alles mitgemacht haben, aber trotzdem noch so viel Liebe und Wärme geben können. Aber wir haben uns auch über anderes unterhalten, es war sehr schön einfach mehr über die Frauen und ihr Schicksal zu erfahren.

Als wir dann gerade oben waren, kam Martin wieder nach Hause und gleich werde ich mich noch hinsetzen und mit ihm über unser Wochenende reden, dass wir nämlcih getrennt verbracht haben. Was sehr komsich war, denn seitdem wir in Peru sind, gab es nicht einen Tag und nicht eine Nacht in der der andere nicht in der Nähe war, aber so gibt es auch wieder viel neues, was wir erzählen können. Aber nicht, dass ihr jetzt denkt, dass wir keine Gesprächsthemen haben, Martin und ich haben immer was zu erzählen und das ist auch gut so.

So nun habe ich genug geschrieben für heute, wobei mein ganzes Wochenende noch fehlt. Und somit auch Fotos fehlen, aber das kommt hoffentlich morgen oder die ganzen Tage. Denn ich habe seeeehr viel am Wochenende gesehen und gemacht.

Aber abschließend will ich noch was schreiben, was mir heute so bewusst geworden ist: Ich bin jetzt seit 18 Tagen hier, und auf der einen Seite habe ich dass Gefühl, dass ich gerade erst angekommen bin und alles ist noch irgendwie wie ein Urlaub. Aber auf der anderen Seite, fühle ich mich hier richtig wohl und habe das Gefühl seit Monaten hier zu sein, da man einfach so herzlich in diese Gemeinschaft aufgenommen wurde und sich alle so lieb um einen Kümmern. Und ich habe mich gefreut, als ich gestern nach einer Nacht außerhalb des Hauses, wieder hier gewesen bin, in meinem neuen zu Hause auf Zeit.

Kein Kommentar »