Archive for Januar, 2010

Schöne Grüße aus Perú

Gestern Abend ist mein großer Bruder nach Peru gekommen um mich zu besuchen. Gemeinsam wollen wir uns etwas den Süden Perus ansehen.

Nachdem ich gestern gemeinsam mit Rosa, Martin und dem Taxifahrer am Flughafen stand, kam Christopher endlich. Gemeinsam ging es dann zu uns nach Las Laderas. Hier angekommen, haben wir ihm das Haus gezeigt und sind etwas durchs Dorf gelaufen. Heute Morgen sind wir erstmal schnell einkaufen gewesen und  dann fuer ein paar Stunden an den Strand gefahren. Heute Nachmittag ging es dann ins Zentrum von Lima, und wir haben uns alles ein bisschen angeguckt. Eigentlich wollten wir im Centrum von Lima etwas essen, doch es war irgendwie alles so teuer, und so sind wir dann wieder nach Hause gefahren, um hier im Dorf etwas zu essen.

Morgen werde ich Christopher noch mehr von Laderas zeigen, und nachmittags werden wir nach Miraflores fahren. Wenn alles klappt, werden wir am Dienstag zu unserer Reise aufbrechen. Auf dem Plan steht: Ica, Nazca, Arequipa, Puna, Titicacasee, evtl. La Paz (Bolivien), Cusco, Machu Picchu,…

Wenn ich ein Internet-Cafe und die Zeit finden, werde ich mich mal von meiner Reise melden. Ansonsten in diesem Sinne schöne Grüße aus Peru und bis in drei Wochen.

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Von einer Schwester zur Mutter (Nonne)

Am Sonntag hatte ich die einmalige Moeglichkeit, bei einer Messe dabei zu sein, in der sich eine (bzw. zwei Schwestern) verpflichtet haben, ab jetzt eine Nonne zu sein. Aber erstmal der Reihe nach.

Wir wussten nicht, wo es am Sonntag hinging wir haben nur gesagt bekommen, dass wir am Sonntag um zwei Uhr am Haus von Señora Rosa sein sollten. Von da aus sind wir dann 1 1/2 Stunden mit dem Combi durch Lima gefahren. Dann waren wir an unserem Ziel: ein Kloster in San Isidro. Dort sind wie in die Kapelle gegangen, wo wir ganz vielen Leuten vorgestellt wurden und sie uns. Dann ging die Messe los. Alle Nonnen, Schwestern, Bruedern und Padres, die zu diesem Orden gehoeren, sind eingezogen. Waehrend der Messe gab es verschiedene Sachen; die beiden Schwestern mussten einige Fragen beantworten, mussten ihren Glauben versichern, haben einen Ring bekommen, mit dem sie ganz in den Orden aufgenommen wurde,… Fuer mich war dieser Nachmittag, diese Messe, ein wundervoller Moment und Erfahrung und ich bin dankbar dafuer, dass ich diesen Augenblick miterleben durfte. Denn, wann hat man schon einmal die Moeglichkeit dabei zu sein, wenn eine Schwester zu einer Nonne wird? Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, denn schliesslich hatte ich keine Ahnung, wohin unsere Reise ueberhaupt ging.

Anschliessend wurde natuerlich mal wieder getanzt und gefeiert. Aber da wir ja wieder einen relativ weiten Rueckweg hatten, sind wir schon relativ frueh aufgebrochen.

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Año Nuevo

Als erstes moechte ich euch allen ein Frohes Neues Jahr wuenschen und hoffe, ihr seit gut in das neue Jahr gekommen.

Hier sah Silvester etwas anders aus als in Deutschland und hatte doch ein bisschen Aehnlichkeit mit Weihnachten in Peru.

Also, um Acht Uhr sind Martin und ich in die Kirche gegangen, die natuerlich erst wieder um halb neun angefangen ist, dort haben sie eine Taube fliegen lassen, die sich dann oben aufs Jesus-Kreuz gesetzt hat und dort gestern Abend immer noch sass ;) .

Anschliessend sind zwei Freiwillige, Lisa und Moritz, zu uns nach Laderas gekommen. Zusammen haben wir noch einen Salat vorbereitet, den wir mit zu der Familie genommen haben, zu der wir eingeladen waren, und wir haben uns gelbe Unterhosen geschenkt (die gelben Unterhosen sollen Glueck fuers neue Jahr wuenschen), ausserdem soll man zum neuen Jahr neue Kleidung anhaben, denn zum neuen Jahr sollte alles neu sein. Um halb zwoelf haben wir uns dann auf den Weg gemacht und wollten uns an der Schule mit zwei anderen Freiwilligen, Luci und Ricarda bei uns an der Schule treffen, weil sie eh schon viel zu spaet dran waren. An der Schule standen wir dann und haben auf sie gewartet, als wir sie angerufen haben, waren sie am Campo Fe, der ungefaehr mitm Taxi 5 min von der Schule entfernt ist. Als sie um viertel vor zwoelf immer noch nicht da waren, sind Lisa und ich schon mit einem Moto hoch in Z gefahren, um dort oben auf die vier zu warten.

Auf dem Weg nach oben, sah man schon ganz viele Puppen auf den Strassen sitzen. Die Puppen werden aus alten Kleidungsstuecken gemacht, und die Person, der die alte Kleidung gehoert, schreibt einen Zettel, mit allen Sachen, die im letzten Jahr schlecht gelaufen sind auf dieses Zettel und legt es in die Puppe. Um 12 Uhr werden die Puppen dann verbrannt. In den Puppen befinden sich sogar auch Fuerwerkskoerper, damit es laut knallt. Als wir dann oben am Z angekommen sind, habe ich also meine Puppe (die ich nachmittags mit Hilfe einer Frau aus dem Dorf gemacht habe), neben der Puppe von Meche gelegt. Kurz vor zwoelf waren die vier immer noch nicht da. Und um zwoelf auch noch nicht. Wir haben dann also unsere Puppen angezuendet und dem schoenen Feuerwerk zugesehen. Denn wir hatten sogar das Gleuck, dass in der Nacht kaum Nebel war und so hatten wir eine wunderschoene Aussicht auf Lima. Und so verbrachten Lisa und ich Silvester ohne die vier mit den Peruanern. Meche hat uns dann zwoelf Weintrauben gegeben und als wir sie gegessen haben, mussten wir bei jeder Weintraube an einen Monat denken.

Als die vier um halb ein immernoch nicht da waren, sind wir ins Haus gegangen und haben angefangen zu essen. Es gab Huenchen, Reis mit Oliven, Salat, und wieder zwei Pueres. Anschliessend gab es noch Paneton und heisse Chocolate. Zwischendurch haben wir immermal wieder mit den Jungs geredet. Die dann aufgebrochen sind die zwei Maedchen zu suchen, die sich irgendwie verfahren haben. Und so haben die zwei Jungs Silvester wandernd verbracht, Lisa und ich konnten ein peruanisches Silvester verbringen, auch wenn wir die ganze Zeit gewartet haben und uns Sorgen gemacht haben, und Ricarda und Lucie haben Silveester mit Fanta und Chocolate mit zwei Taxifahrern im Taxi verbracht.

Die Jungs wurden irgendwann beim Suchen von Lalo unterstuetzt, der dann auch wusste wo die zwei Maedchen waren und so haben wir uns dann endlich um zwei Uhr alle getroffen. Wir sind dann zu Rosa und ihre Familie gegangen, weil sie mittlerweile auch Bescheid wussten und sich ebenfalls Sorgen gemacht haben. Bei Rosa haben die vier dann das Essen gegessen, was wir von der Familie, bei der Lisa und ich Silvester verbracht haben, mitgebracht haben.

Dann ging es weiter auf einer Feier bei uns im Dorf. Dort sind Martin und ich bis morgens um halb acht geblieben, die anderen sind schon etwas eher ins Bett gegangen. Im Haus wieder angekommen, haben wir noch geredet und dann sind die anderen auch schon wieder aufgestanden, weil sie schon wieder frueh los wollten. Nachdem sie dann also weg waren, sind wir nochmal hoch zum Z gegangen, um der Familie nochmal alles zu erklaeren. Und dann ging es ab zum Strand.

Und ich glaube alle Jugendliche und eigebntlich fast alle waren auf dem Weg zum Strand oder waren schon am Strand, dementsprechend voll war es auch. Am Strand angekommen, haben Martin und ich uns hingelegt und erstmal ne Stunde geschlafen, da wir bis zu dem Zeitpunkt noch gar nicht geschlafen hatten. Wir sind auch gar nicht so lange am Strand geblieben, da es gestern auch relativ kalt war.

Als wir wieder in Laderas angekommen sind, haben wir noch Estellita besucht um ihr ein Frohes Neues Jahr zu wuenschen und sind dann wieder zu uns ins Haus gegangen. Und was konnten wir sehen, als wir ind er Naehe von unserem Haus waren? Vor unserem Haus auf der Strasse haben sie immer noch oder schon wieder gefeiert. Wir sind noch einen Moment draussen geblieben um zu reden und nachdem wir was gegessen haben bin ich dann so gegen sieben Uhr muede in mein Bett gefallen.

Silvester war ganz anders als ich es mir jemals vorgestellt habe, dadurch das die zwei irgendwie verschwunden waren, aber es war auch genauso schoen und fuer mich einzigartig.

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