Die letzten Stunden…

Der Koffer ist fast gepackt, Handgepaeck fehlen noch ein paar Kleinigkeiten und man merkt, was sich doch alles so in zwei Monaten in einem Zimmer ansammelt.

Vor acht Wochen bin ich abends in Lima gelandet, heute Abend geht es nun wieder zurueck nach Deutschland. Ich habe so einiges erlebt und viele spannende Gespraeche gefuehrt. Waehrend der Zeit habe ich so manches Mal gedacht, dass ich nicht alles in den acht Wochen schaffen werde, was ich mir so vorgenommen habe, manchmal war ich geschockt, ueber die Verantwortungslosigkeit einiger Eltern, doch wenn ich jetzt zurueck schaue dann sehe ich auch, was fuer tolle Eltern und Familien es gibt, deren das Wohl ihrer Kinder sehr wichtig ist. Ich sehe auch, dass ich doch einiges in der Zeit geschafft habe, von den Sachen die ich mir vorgenommen habe: Das Kochbuch ist in seinen Endzuegen (ein wirklich spannendes Projekt, dass mir ermoeglicht hat noch mehr Zeit mit den Frauen zu verbringen und mehr ueber sie zu erfahren), Videos ueber Spiele und Taenze (ja so einige Spiele sehr einfach aus, aber in Wirklichkeit,…), Renovierung der Sanitaeranlagen im Kindergarten und fuer mich eine besondere Freude die Renovierung der ersten Etage des Casa Hogares. Es trahlt jetzt hier in hellblau und hellgruen, in einem Schlafzimmer ist der kleine Prinz eingezogen, im anderen zwei Eulen. Das Badezimmer ist nun endlich so, dass es 11 Kinder gleichzeitig benutzen koennen, ohne dass sie sich vor einem kleinen Waschbecken und Spiegel draengeln.

8 wunderschoene unvergessliche Wochen liegen hinter mir, fuer mich eine Zeit in der mir wieder klar geworden ist, was fuer ein Glueck ich zu Hause mit meiner Familie und meiner Schulbildung hatte, aber auch eine Zeit in der ich wieder gemerkt habe wie wohl ich mich hier fuehel und dass es meine zweite Heimat geworden ist, egal wie viel Zeit zwischen den Besuchen liegt.

Die letzten zwei Wochen…

In den letzten Wochen ist so einiges hier in Laderas passiert, wir haben mit der Renovierung des Casa Hogares angefangen und sonst noch so einiges erlebt…

Flughafen, Inka Cola, Revocatoria Si o No? No gano, Farbe, Baumarkt, Kinder, Videos, Farbe, 1 1/2 Stunden Busfahren fuer 2 Soles (~65 Cent), Strand, Sonnenbrand, kleine Enten, gaaaanz viele Fotos vom Kochen, Zero, Wandern durch ganz Laderas, Baumarkt, Baustaub, Preise nachfragen, Karmin ja oder nein? nicht zu vergessen Baumarkt, Combi fahren, Sonne, Kreisel, Cola-Test, Yaz, Fotos, Kreide, Tafel, Sterne, Blau, Gruen, Waschbecken, Zeit die viel zu schnell vergeht, Umarmungen, Herzlichkeit, Hoffnung, Kochen, Fotos, Video, karputte Speicherkarte, Batterie leer, zu kleines Waschbecken fuer 11 Kinder, Internet das sooo langsam ist, Baumarkt, Verhandeln, die Gringos zahlen weniger als die Einheimischen, ein Tag ohne Reis ist kein richtiger Tag, wozu selber denken wenn man einfach alles abschreiben kann bei den Hausaufgaben, Buecher, Hefte, Stifte,….

Fast 5 Wochen sind vorbei…

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In den letzten Tagen ist einiges passiert und ich habe doch relativ viel geschafft, auch wenn ich mit Schrecken daran denke, dass ich in drei Wochen schon wieder meine Koffer packen muss und mal wieder den Leuten hier Tschuess sagen muss fuer eine unbestimmte Zeit.

 

Aber was ist alles so passiert…ich habe mal wieder gemerkt wie unzuverlaesslich und unverantwortlich doch einige Eltern hier sind. So waren hier drei Kinder im Haus die schon hier waren, als ich mein Jahr im Haus verbracht habe. Die Aelteste (14) ist letztes Jahr zu ihrer Tante gekommen, weil die Mutter sich nicht am Wochenende um sie kuemmern konnte. Die anderen beiden waren noch hier im Haus. Letzte Woche sollte das Maedchen nun wieder zur Tante gebracht werden, doch diese wollte sie nicht aufnehmen, den Grund wissen wir leider niht. So habe ich mit Señora Rosa, der Mutter und dem Maedchen gesprochen und es war so, dass das Maedchen wieder ins Haus kommen sollte. Die Mutter hat mir versprochen, dass sie die Kinder Montag morgen puenktlich zur Schule vorbei bringen wird und? Bis heute sind sie nicht gekommen. Heute Morgen haben wir dann erfahren, dass sie wahrscheinlich die Schule gewechselt haben (alle drei Kinder), da die Mutter mit einem neuen Mann in einem anderen Stadtteil wohnt. Ich konnte es nicht glauben und bin dann mit Estellita zur Schule gegangen um zu Fragen. Sie konnten es uns nicht 100% sagen, aber so wie es aussieht wurden sie von der Schule genommen. Aber was ist das fuer ein Verhalten? Wir warten hier seit Montag auf die Kinder, machen uns Sorgen, und die Mutter kommt nicht auf die Idee uns Bescheid zu geben…

Aber es war nicht alles so enttaeuschend und frustrierend.

Diese Woche wurden dann die Arbeiten im Pronei (Renovierung der Sanitaeranlagen im Kindergarten) fertiggestellt. Diese Arbeiten waren dringend noetig und wurden dank der Peru-Gruppe Heubach auch ermoeglicht. Es war ganz schoen anstrengend alles moeglich einzukaufen dafuer, denn nach dem ersten Einkaufen fehlten immer noch Sachen. Aber nun funktioniert alles und der ganz normale Kindergartenalltag kann dadurch nicht mehr beeintraechtigt werden.

Mit dem Anfang des Kindergartens fing auch die Schule wieder an und ich wundere mich zum wiederholten Male, was die Kinder alles brauchen um in die Schule/Kindergarten zu gehen. Ueber Hefte, Stifte, Stifte fuer die Tafel, 200-500 weisses Papier, Pappe,… Zur Zeit bin ich dabei einige Listen einzusammeln und dann auszurechnen, was die Eltern fuer ein Kind bezaheln muessen. Zusatezlich zu den Kosten der Matriculacion (Einschreibung) und der Uniform.

So nimmt alles seinen Lauf hier in Laderas. Durch meine Arbeit hier lerne ich sehr viel ueber die Menschen und die Kultur hier. Endlich kann ich mehr peruansiche Gerichte und durch die Steckbriefe erfahre ich unglaubliche Lebensgeschichten. Die Lebensgeschichten kann ich teilweise gar nicht so schnell mitschreiben, weil ich so geband davon bin, was mir die Frauen aus dem Comedor erzaehlen. Aber die Steckbriefe im Comedor ist auch so eine Sache. Fast keiner der Frauen kann schreiben oder lesen bzw. konnten es mal, aber haben es zu lange nicht mehr gemacht, dass sie es verlernt haben. Am Montag gibt es jedoch eine Versammlung mit diesen Frauen, da in ca. 2 Wochen ein Alphabetisierungskurs fuer die Frauen aus dem Comedor starten wird. Dieser Kurs soll die Frauen unterstuetzen in ihrem Leben und ihr Selbstbewusstsein aufwerten, ausserdem soll dieses eine Werstschaetzung ihrer Arbeit darstellen. Fuer den Kurs konnte ich eine Frau gewinnen, die ihn leiten wird, die sehr motiviert ist und tolle Ideen hat. Ich bin der Peru Gruppe Heubach sehr dankbar dafuer, dass sie mir die Moeglichkeit gegeben haben, diesen Kurs hier zu installieren, weil die Alphabetisierung seit 3 Jahren ein Anliegen von mir ist. Ich hoffe dass das alles super funktioniert und die Frauen dadurch mehr Moeglichkeiten haben.

Jeden Tag passieren hier so viele Sachen und ich erlebe einfach so viele tolle, beeindruckende Momente mit den Menschen, die ich nicht in Worten fassen kann. Manchmal kann ein Laecheln oder eine Umarmung einem so viel geben und so viel zeigen…

Morgen kommt dann endlich mein Bruder. Das heisst die letzten drei Wochen fangen hier an und es gibt noch so viel zu erledigen. Ich hoffe, dass wir alles was wir uns vorgenommen haben (es wird immer mehr, je laenger ich hier bin), auch umsetzen koennen. Ausserdem hoffe ich, dass wir die Zeit hier noch in vollen Zuegen geniessen koennen und den Menschen ein bisschen von dem Zurueck geben koennen, was sie mir hier tagtaeglich geben.

Ich wuenschte ihr koenntet dass alles miterleben und sehen was ich in dieser Zeit erlebe. Es sind einfach wunderbare Menschen, die so unglaublich sind…

Und ich frage mich immer wieder was heisst Armut? Klar vielleicht haben sie nicht so viel, wissen auch manchmal nicht wie sie den Tag ueberleben sollen, aber sie haben so viel Hoffnung, so viel Vertrauen und viele kaempfen so sehr, dass ihre Kinder mal ein besseres Leben haben. Sind diese Menschen mit dieser Hoffnung, diesem Willen und diesem Wunsch aus ihrem Leben und aus dem Leben ihrer Kinder etwas zu machen nicht eigentlich reich? Was heisst wirklich Armut? Fuer mich ist Armut nichts pauschales, Armut verbinde ich mit Menschen…Aber sind nicht eher die Kinder arm deren Eltern sich nicht wirklich um sie kuemmern, die einfach abgeschoben werden? Vielleicht habt ihr ja eine Antwort auf die Frage: Was ist eigentlich Armut? Welche Menschen sind arm?

In diesem Sinne, schoene Gruesse aus Laderas

Achtung Baum faellt…

P1090427In der letzten Woche habe ich hier in Laderas und Umgebung einiges Erlebt.

Letzte Woche Samstag war ich gemeinsam mit der Freiwilligen, die zur Zeit hier in Laderas ist, Estelita (sie ist Nachst im Casa Hogar) und Doris (ihre Tochter) auf einer Yunza. Eine Yunza ist ein traditionelles Fest aus der Sierra (Anden) und es wird damit Karneval gefeiert. Zur Zeit gibt es hier in Lima jedes Wochenende Yunzas, da jedes Dorf

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seine eigene Yunza macht. Dies ist moeglich, da in Lima viele Menschen leben, die uerspruenglich aus der Sierra oder Selva sind.

Die Yunza, auf der wir waren, war von dem Dorf aus dem Estelita kommt. Somit haben wir ganz viele Verwandte von ihr kennen gelernt. Auf der Yunza wird Huayno getanzt, eine Musikrichtung aus der Sierra. In der Mitte des Platzes stehen ein oder zwei Baeume. In diesen Baeumen haengen verschiedene Sachen wie Decken, Schuesseln, T-Shirts… Irgendwann Nachts (am Samstag war es gegen 1.30 Uhr), wird angefangen den Baum zu faellen. Dazu versammeln sich alle die wollen im Kreis um den Baum und tanzen gemeinsam. Abwechselnd geht man zum Baum und schlaegt in mit Hilfe einer Majete. Wenn der Baum faellt, laufen alle da hin, ja schmeissen sich sogar da drunter, um etwas von dem Baum zu bekommen. Auch ich habe etwas bekommen. Ich alleine haette das niemals geschafft, aber ich habe vorher mit Doris geredet und sie hat mich gefragt, was ich gerne haben moechte. Als der Baum fiel ist sie dorthin gerannt und hat an der Decke gezogen und hat mich gerufen. Gemeinsam haben wir versucht die Decke zu bekommen, zu einem Mann hat sie ganz boese gesagt: „Mio“, also Meins. Und es hat geklappt, er hat losgelassen und die Decke gehoert nun mir. Ich habe nur gesehen, wie der Baum fiel, und dachte Achrung, der Baum faellt, doch die Leute sind einfach nur dorthin gerannt. Es war auf jeden Fall eine spannende und lustige Aktion.

Montag und Dienstag war die Matriculation (Einschreibung) fuer den Kindergarten der Parroquia. Schon morgens um sieben Uhr war die Schlnage relativ lang, obwohl erst um 9 Uhr die Tuere aufgemacht wurde. Und das Problem ist, dass es mehr Kinder gibt, die in diesen Kindergarten wollen, als Platz ist. So mussten einige Muetter mit ihren Kindern wieder weggeschickt werden.

Am Dienstag hatte ich nochmal die Moeglichkeit gmeinsam mit Isabell, einer Frau der Parroquia, ins A3 zu gehen um dort Familien zu besuchen. Diese Besuche sind immer sehr spannend, da man Einblick in die Haeuser und in die Lebenssituation verschiedener Familien erhaelt.

In der Woche habe ich dann weiter gemacht mit meiner Arbeit fuer die Projektwoche. So langsam nimmt alles immer mehr Form und Kontur an. Ich habe in dieser Woche vier Rezepte fuer das Kochbuch geschafft. Es war ganz schoen anstrengend, da ich immer jemanden brauche, der die Lampe haelt, damit wir genug Licht fuer die Fotos haben. Zum Glueck habe ich hilfsbereite Maedchen hier im Casa Hogar, die sich immer freuen, mit mir in den Comedor zu gehen und mir helfen. Ausserdem mache ich gerade Streckbriefe mit einigen Personen aus Laderas (Kinder, Frauen,…). Da viele Frauen aus dem Comedor nicht schreiben koennen, aber mir vertrauen, und sie mir ihre Geschichte erzaehlen, sitze ich nun also morgens im Comedor, hoere mir die Geschichte der Frauen an und versuche alles mitzuschreiben. Was manchmal nicht ganz einfach ist, weil es oftmals viel zu erzaehlen gibt. Es ist eine anstrengende aber auch spannende Arbeit, da man so noch mehr ueber die Frauen, die man eigentlich kennt, erfaehrt.

Mittwoch Abend haben wir Tequeños gemacht, kleine gefuellte Roellchen. Dazu gab es Guacamole. Irgendwie war es wie eine kleine Fabrik, wie wir gemeinsam in der Kueche sassen und die Tequeños gerollt haben.

Donnerstag Morgen war eine Zahnaerztin im Casa Hogar. Die Freiwillige hat ein Anti-Karies-Projekt gestartet. Da die Kinder hier in Laderas, jedoch extreme Probleme mit Karies haben, muessen die meisten behandelt werden. Dafuer ist die Zahnaerztin ins Haus gekommen um zu gucken, wer behnadelt werden muss und wer nicht. Leider ist dabei rausgekom

men, dass von ca. 25 Kinder fast alle eine Behandlung benoetigen. Einige sogar so schlimm, dass das schnellstmoeglich passieren muss und sie sogar die Zaehne gezogen bekommen muessen. Ich finde es ein super Projekt, damit die Kinder lernen auf ihre Zaehne aufzupassen. Einige der Kinder haben SIS eine Art Krankenversicherung, so dass sie nichts oder nur einen Teil der Behandlung bezahlen muessen, andere haben diese Versicherung nicht und muessen somit die ganzen Kosten uebernehmen.  Neben der Arbeit mit den Kinder, soll auch noch mit den Eltern gearbeitet werden, damit auch sie mehr Verantwortung fuer die Zahngesundheit ihrer Kinder uebernehmen und ueberhaupt darueber aufgeklaert werden.

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Gestern endeten dann die Vacaciones Utiles, so eine Art Ferienspiele. Zum Abschluss gab es ein Paseo, ein Ausflug. Dafuer ging es mit zwei Combis (Kleinbussen) und 28 Kinder, in den Park Sinchi Rocca. Die Kinder haben gespielt, wir haben uns Pflanzen angeguckt, die wie Tiere aussahen, wir haben uns Tiere im Minizoo angesehen und alles in allem waren die Kinder sehr zufrieden und gluecklich.

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Gemeinsam ging es dann gegen halb eins kaputt wieder zurueck nach Laderas.

Gestern Abend war dann noch mein Sportkurs. Zweimal die Woche machen ich abends mit den Frauen die wollen etwas Sport, es kommen immer verschiedene. Aber eigentlich kommen sie doch ziemlich regelmaessig und ich freue mich das mein Angebot angenommen wird und sie sich anscheinend darueber freuen.

Heute ist nun Wochenende und ich geniesse etwas die Ruhe im Haus. Morgen Nachmittag besuche ich dann Meche und ihre Familie. Meche hat frueher hier im Casa Hogar tagsueber gearbeitet und arbeitet nun in der Cuna. Gemeinsam mit ihrer Tochter mache ich ein Interview ueber die Situation der Jugendlichen, die versuchen aus ihrem Leben etwas zu machen und sich daher auf die Uni vorbereiten.

In dieser Woche ist einiges passiert und es gab schoene und auch anstrengende Momente. Aber all die Anstregung ist es wert, wenn man auf Personen trifft, die einem Vertrauen und denen man ein Laecheln auf die Lippen zaubern kann.

Fiesta en la Casa Hogar

Heute Nachmittag gab es eine kleine Fiesta (Feier) im Casa Hogar, weil ein Mädchen 5 Jahre alt geworden ist. Heute Morgen wurde ein Kuchen gemeinsam mit den Kinder gebacken und heute Nachmittag wurde getanzt, gesungen und Kuchen gegessen.

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Zur Peruanischen Tradition gehört es auch, dass ein Ei auf dem Kopf des Geburtstagskindes kaputt gehauen und Mehl über die Haare geschüttet wird.

Alles in allem eine schöne und lustige Abwechslung zum sonstigen Alltag im Casa Hogar.

Ein Sonntag im Februar in Laderas

Was ist so besonders an einem Sonntag in Laderas im Februar? Naja, eigentlich hat die Regierung Karneval etwas eingeschränkt, auf Grund dem Mangel an Wasser. Doch in Laderas geht Karneval an den Sonntagen weiter und dass geht ganz schön nass einher.

Gestern gab es überall in Laderas Wasserschlachten, selbst auf die Busse und Mototaxen wurden Wasserbomben geworfen. Heute Nachmittag hatte ich dann keine trockenen Hosen/Röcke mehr. Denn da die Kinder am Wochenende nicht im Haus sind, ist hier im Haus jeden Tag Karneval. Und eh ich etwas machen konnte, hatten die Kinder mir eine Schüssel voll Wasser über den Kopf geschüttet.

Aber komme ich mal wieder zum Sonntag zurück. Denn gestern war neben den Wasserschlachten noch was besonderes. Puente Piedra, zu dem Distrikt Laderas gehört, hat Geburtstag. Darum gab es hier in Laderas auf Kosten von Puente Piedra eine Fiesta mit Live Musik, es gab Cumbia, Huayno,…. Neben bei war es auch eine Werbeverantslatung für den jetztigen Bürgermeister von puente Piedra, da er immer wieder genannt und ihm für die Feier gedankt wurde. Es war auf jeden Fall neben den Wasserschlachten eine interessante Abwechslung zum sonstigen Alltag in Laderas.

Die erste Woche ist vorbei

2 Seit einer Woche bin ich nun in Laderas. Eine Woche in der schon viel passiert ist und in der ich mich wieder komplett an das Leben und die Menschen hier gewoehnt habe.

Ich habe die Woche genutzt, um Freunde zu besuchen und mit ihnen ein bisschen Zeit zu verbringen. Ich war viel im Cuntitled2untitledomedor, in der Cuna (Kinderkrippe) und habe dort gesehen, wie toll es die Kinder haben und habe gemeinsam mit untitled3ihnen ein paar schoene Augenblicke verbracht. Ich bin aber auch schon auf ein Zero („ein Berg“) gelaufen/geklettert und habe mir mal wieder Laderas von oben angeguckt.

Auch mein Arbeit findet ihren Start so langsam. Ich habe mich mit 10 Frauen getroffen, mit denen ich ein Kochbuch erstellen werde. Damit fangen wir Montag an und kochen dann fuer zwei Wochen jeden Nachmittag ein Essen.

Die Maedchen aus dem Haus haben angefangen, sich einen Tanz auszudenken um den dann den Kindern in Deutschland mit Hilfe eines Videos beizubringen.

Gestern habe ich gemeinsam mit zwei Frauen den Kindergarten geputzt, dass war eine lustige und sehr nasse Angelegenheit. Diese Gelegenheit wurde naemlich auch gleich genutzt um Karneval zu spielen.

Und so nimmt alles seinen Lauf. Heute ist Sonntag und es ist ruhig im Haus, da die Kinder bei ihren Familien sind. Aber dafuer ist Karneval draussen und es gibt Wasserschlachten ohne Ende. Ob ich diesen Tag wohl trocken ueberlebe?

 

Angekommen…

Nach ca. 11 1/2 Stunden Flug bin ich eine halbe Stunde zu frueh in Lima angekommen, alles ging komischer weise ziemlich reibungslos, so dass ich um sieben Uhr fertig war…

Dumm gelaufen, dass ich vorher gesagt habe, dass mich keiner vor acht Uhr abholen muss, aber puentklich um acht Uhr begruesste Rosa mich herzlichst.

Nun bin ich in Laderas, im Casa Hogar, etwas uebermuede, aber zufrieden, dass alles so gut geklappt hat.

Ich schicke euch sommerliche Gruesse

Marie

Bald geht es wieder los…

Koffer ist gepackt, Online Check-In ist erledigt,… In 24 Stunden sitze ich wieder im Flieger nach Peru, um dort wieder eine unvergessliche Zeit mit den Menschen zu verbringen.

Im Gepäck habe ich viele Aufgaben und Ideen die ich gerne in den nächsten acht Wochen umsetzen möchte. Ob ich alles schaffe, was mich dabei erwartet und wie mein peruanisches Leben die nächsten 56 Tagen aussehen wird, dass werde ich euch auf meinem Blog berichten.

Viel Spaß dabei und beim nächsten Eintrag, melde ich mich ca. 10700 km entfernt, von einem anderen Kontinent.